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Kinder im Visier Wie die Bundeswehr an Schulen um Nachwuchs wirbt Gewehr im Anschlag, Finger am Auslöser, ein Dorf mit Modellhäu­ sern im Visier, über ihnen ein Tarn­ netz – diese Fotos etwa zehnjähriger Kinder bei einem Tag der offenen Tür in einer Kaserne in Bad Reichen­ hall sorgten kürzlich für Aufsehen. Solche Veranstaltungen sind wich­ tiger Bestandteil der Werbestrategie der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte benötigen jährlich 23.000 neue Rekruten. Die Aussetzung der Wehrpflicht hat den Rekrutierungs­ druck verstärkt, die Werbemaßnah­ men wurden ausgeweitet. Besonders an Schulen versucht die Bundeswehr, ihr Image aufzubessern und Nachwuchs zu werben. 2010 er­ reichten alleine die Jugendoffiziere und Wehrdienstberater der Bundes­ wehr 340.000 Schüler, darunter auch Kinder von elf Jahren. Viele Mäd­ chen und Jungen interessieren sich anschließend für eine militärische Laufbahn, die sie in gefährliche Aus­ landseinsätze führen kann. Doch da­ gegen regt sich bei Schülern, Eltern und Lehrern immer mehr Widerstand. Die Militärwerbung bei Minder­ jährigen verstößt gegen die Prin­ zipien der UN­Kinderrechtskonven­ tion, die Deutschland und 192 wei­ tere Staaten unterschrieben haben. Die darin verbrieften Kinderrechte gelten für alle unter 18­Jährigen, darunter das Recht auf Leben und freie Entwicklung (Art. 6), auf kör­ perliche Unversehrtheit und Schutz vor Gewalt (Art. 19) und auf eine Er­ ziehung im Geiste von Frieden und Verständigung zwischen den Völkern (Art. 29). »Die Werbung Minder­ jähriger für lebensgefährliche militä­ rische Einsätze ist mit den Kinder­ rechten nicht vereinbar«, so Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes. »Daher lehnt terre des hommes Militärwerbung an Schulen generell ab.« terre des hommes, die Gewerkschaft Erzie­ hung und Wissenschaft (GEW), die Kindernothilfe, das Darmstädter Signal (Kritische Sol­ daten) und andere Organisationen kritisieren auch die einseitige Dar­ stellung der Themen Internationale Beziehungen, Sicherheit und Frie­ denserhaltung durch Jugendoffiziere im Unterricht. Bei ihren Schulbe­ suchen gibt es kaum Informationen über Risiken der Auslandseinsätze und getötete, verletzte oder trauma­ tisierte Bundeswehrsoldaten sowie über die Gefahren der Konflikteskala­ tion durch den Einsatz von Gewalt. Ebenso wenig kommen Themen wie Gewaltfreiheit und zivile Kon­ fliktlösung zur Sprache. Stattdessen wird die Notwendigkeit militärischer Interventionen betont und ein hero­ isches, verharmlosendes Bild solcher Einsätze gezeichnet. Auch Compu­ ter­ oder Strategiespiele der Bundes­ wehr wie »Politik & Internationale Sicherheit« werden systematisch genutzt, um den Einsatz militärischer Gewalt bis hin zur Atombombe zu legitimieren. Jugendoffiziere spielten alleine 2010 mit über 24.000 Schülern und Lehrern dieses Spiel. terre des hommes und die GEW setzen sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in der Schule ge­ waltfreie Wege der Konfliktlösung kennenlernen. Friedenserziehung sollte ein wesentlicher Bestandteil des Lehrplans und der Ausbildung von Lehrern sein. Außerdem sollte der Besuch von Entwicklungs­, Menschenrechts­ und Friedens­ experten an Schulen gefördert werden. Nur wenn solche Experten und Eltern anwesend sind und für ausgewogene Informationen sorgen, sind Schulbesuche von Soldaten denkbar. Ansonsten sollte jede Art militärischer Werbung und Einfluss­ nahme an Schulen strikt unterbun­ den werden. Ralf Willinger Zwei Fragen an… Prof. Dr. Lothar Krappmann, von 2003 bis 2011 Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Wie beurteilt der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes die Rekrutierung 17-jähriger Freiwilliger, zum Beispiel in die Bundeswehr? Der Ausschuss für die Rechte des Kindes begrüßt es, wenn Staaten sicherstellen, dass nicht nur die Wehrpflicht erst mit 18 Jahren einsetzt, wie es das Zusatzprotokoll verlangt, sondern auch Freiwillige erst mit 18 Jahren ins Militär aufgenommen werden. Er hat Deutschland aufgefordert, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben. Bisher ist dies aber leider nicht geschehen. Falls auch 17-Jährige bereits in die Streitkräfte eintreten können, muss nach Auffassung des Ausschusses sichergestellt sein, dass die Entscheidung wirklich freiwillig ist und nicht durch einseitige Werbung und Ausnutzung von Notlagen manipuliert wird. Zustimmung der Eltern ist in jedem Fall erforderlich. Der Ausschuss drängt außerdem darauf, dass junge Menschen, die sich vor dem Alter von 18 dem Militär anschließen, ihre Entscheidung beim Übergang zur Volljährigkeit ohne Bestrafung oder Nachteile noch einmal revidieren können. Wie beurteilt der Ausschuss Militär-Werbung an Schulen, wie sie auch die Bundeswehr betreibt? Der Ausschuss hat mit Kritik auf Informationen reagiert, dass Schulen und Schüler unter Druck gesetzt wurden, an Werbekampagnen teilzunehmen. Auch in dieser Hinsicht muss die Entscheidung von Schülern, Eltern und Schulen voll respektiert werden. Die Militär-Werbung darf auf keinen Fall einseitig sein; Eltern sollten auch teilnehmen können. Generell erwartet der Ausschuss, dass Friedenserziehung gemäß den Bildungszielen der Konvention (Artikel 29) in den Lehrplänen und der Lehrerbildung fest verankert ist. Foto: Michael Schulze von Glaßer In Kooperation mit Einseitige Darstellung diezeitung terre des hommes Deutschland e.V. Ruppenkampstraße 11a 49 084 Osnabrück www.tdh.de 2. Quartal 2011Kinder turnen auf Panzern herum, Schulklassen dürfen bei Kasernen­ besuchen in den Schießsimulator, der als »tausendmal besser als jede Play­ Station« angepriesen wird. Bundes­ wehrsoldaten machen Reklame auf Jobmessen, im Arbeitsamt und bei Jugendsportevents. Regelmäßig wird im Internet, in Schülerzeitungen und in Jugendzeitschriften wie »Spießer« und »Bravo« mit Anzeigen gewor­ ben. Die Bundeswehr wirbt syste­ matisch um Kinder und Jugendliche – verstärkt auch in den Schulen. Gute Militäreinsätze? Rund 100 hauptamtliche und 300 nebenamtliche »Jugendoffiziere« treten in ganz Deutschland bei Lehr­ erfortbildungen und in Schulklassen auf. Bei ihren Vorträgen legen sie nach eigenen Angaben den Schwer­ punkt auf die Auslandseinsätze und die Gefahren des internationalen Terrorismus. Ziel sei es, bei der jün­ geren Generation und den Lehrern ein gutes Bild der Truppe zu ver­ mitteln und eine höhere Akzeptanz der Auslandseinsätze zu erreichen. Die Bundeswehr wertet regelmäßig aus, wie viele Schülerinnen und Schüler sich nach Schulbesuchen und anderen Werbeaktivitäten für eine Laufbahn beim Militär interes­ sieren. Diese werden an die Wehr­ dienstberater vermittelt. Die sind direkt für die Rekrutierung zuständig und machen nach Angaben der Bundesregierung jährlich mehr als 10.000 Schulbesuche. 2010 erreichten sie zusammen mit den Jugendoffizie­ ren 340.000 Jugendliche. Viele Eltern haben die Befürchtung, dass ihr Kind sich durch die systematische Werbung überzeugen lässt, zur Bun­ deswehr zu gehen und später zu le­ bensgefährlichen Auslandseinsätzen abkommandiert wird. Gefährliche Werbung Bundeswehr lockt mit gutem Gehalt – Die Gefahr von Auslandseinsätzen wird oft verschwiegen Minderjährige Rekruten Trotz der Gefahren lassen sich viele Jugendliche von guten Gehältern, festem Job, kostenlosem Studium und anderen Vergünstigungen der Bundeswehr locken – auch aus Angst vor Arbeitslosigkeit und feh­ lenden Alternativen. Rund 1.000 17­jährige Jungen und Mädchen las­ sen sich jedes Jahr freiwillig von der Bundeswehr verpflichten, mustern lassen kann man sich schon mit 16. Allein 2009 wurde bei 418 Bundeswehrsoldaten, die von Auslandseinsätzen zurückgekehrt waren, eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Siegfried Zepter*, früherer Oberstleutnant, kam 1996 traumatisiert aus Bosnien zurück. Er prozessierte durch drei Instanzen gegen die Bundeswehr – und verlor. »Vor 15 Jahren wurde ich zum Kriegszitterer* *. Ich bin stolz darauf, dass ich jetzt wieder einigermaßen klarkomme im Leben und Geld verdienen kann. Auch mein Vater war Sol­ dat und ist aus der Kriegsgefangenschaft mit kaputter Seele zurückgekommen. Ich wollte trotzdem zum Bund, um mir meine Aus­ bildung finanzieren zu lassen. Ich studierte Wirtschaftswissenschaft und wurde Berufs­ soldat. Im Jahr 1996 wurde ich dann nach Bosnien abkommandiert. Im kroatischen Split geriet unser Fahr­ zeug in eine serbische Stellung. Die Serben entsicherten ihre Schusswaffen… Ich hatte Todesangst, wollte alle erschießen. Hinter­ her bin ich total erschrocken, beinah hätte ich, der Familienvater, mich verhalten wie ein Killer. Später erfuhr ich, dass der Fahrer Dies ist formal erlaubt, da es im Zu­ satzprotokoll zur UN­Kinderrechts­ konvention von 2002 eine Lücke gibt. Zwar wird dort die freiwillige und zwangsweise Rekrutierung von unter 18­Jährigen für Armeen und Gas gegeben und die Sperre durchbrochen hatte. Nach dem Vorfall ging es mir schlecht. Das Zittern wurde immer schlimmer, ich verspürte Fluchtbedürfnisse. Ich warf meinen Vorgesetz­ ten vor, mich ohne ausreichende Sicherung losgeschickt zu haben, und verweigerte den weiteren Einsatz. Sie stießen Drohungen aus, und mein Chef sagte, er könne nicht mehr für meine Sicherheit sorgen. Nach einer Kur in Deutschland sollte ich zurück nach Bosnien. Da bin ich völlig zusammengebrochen. Die Ärzte bescheinigten mir ein chro­ nisches posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS), vermutlich chronisch geworden, weil es zu spät behandelt wurde. Das Max­ Planck­Institut Köln bestätigte das Trauma mit Hirnstrommessungen. Ende 1998 wurde ich frühpensioniert, zunächst ausdrücklich wegen einer Wehrdienstbeschädigung durch PTBS. Ich brach alle sozialen Kontakte ab, wohnte anderthalb Jahre auf dem Campingplatz. Die Natur half mir. Aber meine Frau sagte, man halte es mit mir nicht mehr aus und ließ sich scheiden. Die Bundeswehrverwaltung wollte mein Trauma nicht anerkennen, um keine Präze­ bewaffnete Gruppen ausdrücklich verboten. Doch eine Ausnahmerege­ lung erlaubt staatlichen Streitkräften unter bestimmten Bedingungen die Rekrutierung von Freiwilligen über 16 Jahren. Dies hatten Deutschland, Großbritannien, die USA und andere Länder auf Drängen ihrer Militärs gegen den Widerstand von Kinder­ und Menschenrechtsgruppen durch­ gesetzt. In Gesprächen mit terre des hommes und anderen Organisa­ tionen zeigte sich die Bundesregie­ rung bisher nicht bereit, das Rekru­ tierungsalter für die Bundeswehr auf 18 Jahre anzuheben – obwohl auch der UN­Ausschuss für die Rechte des Kindes, der die Einhaltung der Kin­ derrechtskonvention und der Zusatz­ protokolle kontrolliert, der Bundes­ regierung zuletzt 2008 empfahl, »das Mindestalter für die Rekrutierung auf 18 Jahre zu erhöhen, um den Schutz des Kindes durch insgesamt höhere gesetzliche Standards zu fördern«. Außer Deutschland rekrutieren nur 25 Länder weltweit unter 18­Jährige in ihre staatlichen Armeen. Straight 18 »Straight 18« bleibt eines der wich­ tigsten Ziele von Menschenrechts­ gruppen und Zivilgesellschaft welt­ weit: Kein Kind unter 18 Jahren darf als Soldat eingesetzt oder ausgebildet werden, weder zwangsweise noch freiwillig. Denn das Grundprinzip der UN­Kinderrechtskonvention, die Deutschland unterschrieben hat, ist der Vorrang des Kindeswohls vor allen anderen Interessen – auch vor denen der Bundeswehr! terre des hommes setzt sich dafür ein, dass dieser Vorrang des Kindeswohls ins Grundgesetz aufgenommen wird, damit er endlich auch von Richtern und Behörden berücksichtigt wird. Ralf Willinger denzfälle zu schaffen. Sonst wolle jeder Soldat, der einen Schuss gehört hat, in Pension. Ich zog vor Gericht und bekam Recht. Doch die Bun­ deswehrverwaltung legte Berufung ein und ge­ wann: Die anderen Soldaten seien während des Vorfalls in Kroatien ja auch nicht traumatisiert worden, also müsse es an meiner Person liegen, so die Begründung. Und dabei blieb es, die dritte Instanz lehnte aus formalen Gründen ab. Ich machte eine Spezialtherapie, die bei Vietnamveteranen erprobt worden war, das brachte Linderung. Schließlich bin ich umgezo­ gen, in eine andere Stadt, in ein neues Leben. Ich hatte das Gerede von der Psychomacke satt. Für Männer ist das sehr schwierig, man will doch kein Weichei sein. Den Soldaten im Auslandseinsatz wird vorgegaukelt, für sie werde gesorgt. Sie müssen aber wissen, dass die Traumatisierungsgefahr bei etwa zehn Prozent liegt. Und dass dann oft nicht für sie gesorgt wird. Jeder Soldat sollte sich deshalb vorher schriftlich geben lassen, was er bekommt, wenn sein Bein fehlt. Damit den Jungs nicht passiert, was mir passiert ist.« Aufgezeichnet von Ute Scheub

  • Name geändert

Systematische Werbung bei Kindern: Soldatentag in Münster Gezeichnet fürs Leben Als traumatisierter Soldat in der Bundeswehr i n t e r v i e w

    • Bezeichnung für traumatisierte

Soldaten seit dem Ersten Weltkrieg 2009 benötigte die Bundeswehr 23.000 neue Rekruten. Es konnten aber nur 21.000 rekrutiert werden, davon waren 7.800 Wehrdienstleistende. Der Druck zur Nachwuchswerbung wird weiter stark steigen. Nach Angaben der Bundeswehr läuft die Nachwuchsgewinnung in 2011 bisher gut. 340.000 Jugendliche erreichte die Bundeswehr 2010 alleine durch Werbeveranstaltungen von Jugendoffizieren und Wehrdienstberatern an Schulen. Rund 1.000 freiwillige 17-Jährige werden jedes Jahr von der Bundeswehr rekrutiert. Die Bundeswehr nimmt Einfluss auf die Lehrerausbildung: 1.100 Referendare nahmen 2009 an Bundeswehr-Lehrveranstaltungen teil, 3.300 Lehrer besuchten Fortbildungen. Seit 1998 gab es bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr 91 tote und 157 verwundete Bundeswehrsoldaten, darunter viele unter 25 Jahren, mehrere hundert kehren jährlich traumatisiert aus den Einsatzgebieten zurück Die Landeskultusministerien von BadenWürttemberg, Rheinland-Pfalz, NordrheinWestfalen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Sachsen und dem Saarland haben seit 2008 Kooperationsabkommen mit der Bundeswehr abgeschlossen, die den Zugang von Jugendoffizieren in die Klassenzimmer und zur Lehrerausbildung erleichtern. Die verfügbaren Haushaltsmittel für die Nachwuchswerbung der Bundeswehr sind von neun Millionen Euro (1998) auf 27 Millionen Euro (2010) gestiegen. Quelle: Bundeswehr. Die Zahlen sind gerundet. z a h l e n u n d f a k t e n Foto: Michael Schulze von Glaßer terre des hommes die zeitung 2.Quartal 2011 2 Kinder im VisierImmer mehr Eltern, Schüler, Lehrer und Aktivisten schließen sich zu Bündnissen gegen die Bundeswehr­ Werbeoffensive an Schulen zusam­ men. Ein Ziel ist, dass Schulen gar keine Soldaten mehr einladen oder dies ausschließlich im Rahmen offener Veranstaltungen geschieht, bei denen mit Eltern und anderen Experten kontrovers diskutiert wer­ den kann. Denn darüber kann jede Schule autonom entscheiden. Ein zweites Ziel ist die Auflösung der bestehenden Kooperationsvereinba­ rungen zwischen Bundeswehr und Kultusministerien, die in acht Bun­ desländern bestehen. In Freiburg beteiligt sich auf Initiative der GEW ein Runder Tisch an der landesweiten Kampa­ gne »Schulfrei für die Bundeswehr«. Daran beteiligen sich neben der Ge­ werkschaft Erziehung und Wissen­ schaft (GEW) und terre des hommes die Deutsche Friedensgesellschaft, Pax Christi und viele andere Orga­ nisationen. Sie rufen dazu auf, Land­ tags­ und Bundestagsabgeordnete über www.abgeordnetenwatch.de kritisch zum Thema zu befragen. In Lübeck hat sich ein Bündnis von terre des hommes, VVN­BdA und dem Friedensforum Lübeck mit einem Brief an alle Schulleiter, El­ ternbeiräte und Schülervertretungen gewandt. Obwohl es in Schleswig­ Holstein bisher keine Kooperations­ vereinbarung gibt, sind dort wie in allen Bundesländern Schulbesuche der Jugendoffiziere gängige Praxis. Schülern einer Berufsschule in Gelnhausen gelang es, einen Jugend­ offizier zum Rückzug zu bewegen: Nachdem ihm die Schüler einen kritischen Fragenkatalog geschickt hatten, erteilten ihm seine Vorgesetz­ ten plötzlich keine Genehmigung mehr für den Schulbesuch. Immer mehr Schulen verweigern die Zusammenarbeit mit der Bundes­ wehr. So hat die Schulkonferenz (Lehrer, Eltern und Schüler) der Käthe­Kollwitz­Schule in Offenbach beschlossen, keine Besuche von Jugendoffizieren zuzulassen. Die Begründung lautete unter anderem: »Die Bundeswehr ist keine Verteidi­ gungsarmee mehr. Sie ist eine Armee im Einsatz und dient den Interessen der Wirtschaft, wie der Sicherung der Rohstoff- und Warenströme, der Transportwege. Wir wollen nicht, Der Widerstand wächst Bundesweit werden Bürger gegen Militärwerbung an Schulen aktiv Die Krisen im vorigen Jahrhundert waren wesentlich von der System­ auseinandersetzung zwischen den westlichen kapitalistischen Demo­ kratien und dem sozialistischen Ost­ block geprägt. Die Bundeswehr war als Verteidigungsarmee innerhalb der deutschen Grenzen als vorge­ schobener Brückenkopf des NATO­ Bündnisses konzipiert. Auslandsein­ sätze waren nicht vorgesehen. Auch wenn nicht alle Deutschen Pazifisten waren, eine Überzeugung einte nach den Erfahrungen zweier Weltkriege die ganz große Mehrheit: Nie wieder Krieg! Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen. Im Zuge der Entspannungspolitik verloren die Bedrohungsängste »vor dem Kommunismus« an Bedeutung. Das im Grundgesetz verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung wurde zu einem selbstverständlichen und häufig in Anspruch genommenen Bürgerrecht. Nachdem die Systemauseinan­ dersetzung zugunsten des kapita­ listischen Westens erst einmal ent­ schieden war und manche sich schon am »Ende der Geschichte« wähnten, wurde schnell klar, dass die Versor­ gung mit Energie und Rohstoffen sowie die Sicherung einer »grenzen­ losen« Marktfreiheit zu den zentra­ len Krisenherden des zweiten Jahr­ tausends würden. Die Selbstmord­ Attentate der Terrororganisation Erziehungsgrundsatz: Gewaltfreiheit Schule ist kein Rekrutierungsfeld für Bundeswehr Al­Qaida vom 11. September 2001 auf das World­Trade­Center in New York und das Pentagon in Washing­ ton wurden der vorgebliche Auslöser zum Krieg der USA in Afghanistan und Irak. Seither gerät Deutschland zunehmend unter Druck, sich im Rahmen der NATO bzw. von UNO­ Einsätzen verstärkt auch im Aus­ land zu engagieren. Dies bringt den Umbau von einer Verteidigungs­ zu einer Interventionsarmee und von einer Wehrpflichtigen­ zu einer Frei­ willigenarmee mit sich. Da die USA als selbst ernannter »Weltpolizist« ökonomisch offenbar zunehmend an ihre Grenzen stoßen, soll die Eu­ ropäische Union und da vor allem das ökonomisch starke Deutschland, diese Funktion insbesondere rund um das Mittelmeer übernehmen. In dem Maße wie sich Deutschland heraushält, wächst der internationale Druck, während in der Bundesrepu­ blik noch gar nicht richtig verstan­ den wird, worum es eigentlich geht. Eine Freiwilligenarmee als Inter­ ventionsarmee braucht Freiwillige – und zwar gut ausgebildete, die in der Lage sind, physisch, psy­ chisch, mental und in­ tellektuell die Heraus­ forderungen eines Einsatzes in frem­ den Kulturen und ungewohntem Klima zu über­ stehen. Aber ausgerechnet unsere Abiturienten bildeten in der Ver­ gangenheit die Spitze der Kriegs­ dienstverweigerer und dürften auch heute – nach Außerkraftsetzen der Wehrpflicht – nicht freiwillig in die Offizierslaufbahn drängen. Die Bundeswehr hat mit ihrer neuen Strategie ein ernsthaftes Problem, die passenden Menschen zu finden, diese umzusetzen. Damit kommt die Schule ver­ stärkt ins Spiel als der Ort, an dem jungen Männern und mittlerweile auch jungen Frauen die »Karriere in der Bundeswehr« schmackhaft gemacht werden soll. Denn das Nachwuchsproblem der Bundeswehr wird wohl weder durch die geplante Freiwilligenarmee noch die Charme­ Offensive auf YouTube, in Film, Funk und Fernsehen zu lösen sein. Nicht einmal die geplanten individu­ ellen Berufsausbildungskonzepte für junge Leute mit niedrigem oder ohne Schulabschluss dürften dazu in der Lage sein. Wer begibt sich schon in Zeiten steigenden Fachkräfte­ mangels in ein Berufsfeld, in dem die Chancen auf frühe Invalidi­ tät oder gar Tod um ein Vielfaches höher sind als im zivilen Leben. Offenbar un­ zufrieden mit der Nachfrage aus Schulen – Jugend­ offiziere dürfen nur kommen, wenn sie eingeladen werden – haben seit 2008 die Kultusminister von mitt­ lerweile acht Bundesländern soge­ nannte Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr abgeschlossen – und zwar parteienunabhängig. Mit den Vereinbarungen sollen die Akzeptanz für die schulischen Akti­ vitäten der Jugendoffiziere verbessert und im Unterschied zur bisherigen Praxis auch die Lehrerausbildung als Betätigungsfeld eröffnet werden. Dies ist jedoch nicht akzeptabel. Nach Protesten der GEW hat das Saarland die Tätigkeit von Jugend­ offizieren in Studienseminaren für angehende Lehrer gestoppt. Je offensiver die Bundeswehr aber für sich und ihre sicherheits­ politische Strategie wirbt, desto auf­ merksamer wird eine kritische Öf­ fentlichkeit. Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wis­ senschaft (GEW) hat im März 2010 einen Beschluss gefasst, in dem er mit Nachdruck feststellt: Lehrkräfte »erziehen ihre Schülerinnen und Schüler zu demokratischem Han­ deln, Kritikfähigkeit, Gewaltfreiheit und Toleranz und beteiligen sie an allen wichtigen Entscheidungen der inhaltlichen und methodischen Ge­ staltung des Lernens. Die politische Bildung – auch in Fragen der Sicher­ heitspolitik – gehört in die Hand der dafür ausgebildeten pädagogischen Fachleute und nicht in die von Ju­ gendoffizieren«. Und: »Friedensor­ ganisationen und Friedensinitiativen sind die gleichen Möglichkeiten wie der Bundeswehr einzuräumen, ihre Konzepte zu erläutern.« Die GEW fasst jedoch nicht nur Beschlüsse. Sie präsentiert Informa­ tionen im Internet, unterstützt frie­ denspädagogische Aktivitäten und plant für den Herbst 2011 eine Infor­ mationsbroschüre für Schulen. Dort, wo Sozialdemokraten oder Bünd­ nis 90 /Die Grünen an Regierungen beteiligt sind, dringt die GEW mit einigem Erfolg darauf, Friedens­ initiativen den gleichberechtigten Zugang zu Schulen zu sichern. Allerdings zeigt sich dabei deutlich das Ungleichgewicht zwischen Bun­ deswehr und Friedensbewegung. Erstere ist bestens ausgestattet und aus Steuermitteln finanziert, arbeitet mit rhetorisch geschultem hauptamtlichem Personal, zweite ist ehrenamtlich tätig und auf private Spenden angewiesen. Doch es kann nicht nur die Aufgabe der Zivilgesellschaft sein, gewaltfreie Sicherheitskonzepte zu entwickeln und zu finanzieren. Die fehlende Nachhaltigkeit mili­ tärischer Interventionspolitik, ihre hohen zivilen und militärischen Opfer sowie ihr äußerst schlechtes Kosten­Nutzen­Verhältnis sollten Anlass genug auch für die Parla­ mente sein, praktikable Konzepte ziviler Sicherheitspolitik in großem Stil zu entwickeln und die Arbeit von Friedensinitiativen großzügig finanziell zu unterstützen. Der Aus­ stieg aus der militärischen und der Umstieg zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Sicherheitspolitik ste­ hen als gesellschaftliches Projekt auf der politischen Agenda! Marianne Demmer, GEW-Vorstandsmitglied Schule Technikbegeisterung: An Soldatentagen dürfen Kinder an Kanonen dass unsere Schülerinnen und Schüler für einen Krieg gegen andere Völker rekrutiert werden.« Ebenso lehnt das Berliner Robert­ Blum­Gymnasium eine Zusammen­ arbeit mit der Bundeswehr grund­ sätzlich ab. Das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt widerspreche der an der Schule gepflegten Kultur und den Erziehungsidealen: »Wie sollen wir Jugendliche zum gewaltfreien Lösen von Konflikten erziehen, wenn das Vertreten von Wirtschafts­ oder Länderinteressen mit militä­ rischen Mitteln von uns mit unter­ stützt wird?« Auch viele Eltern sind beunru­ higt. Der bayerische Elternverband hat deshalb eine Petition an den Landtag gerichtet, die unter anderem ein Recht auf Ersatzunterricht bei Soldatenbesuchen einfordert. Immer mehr Schüler und Eltern beantragen vorbeugend einen solchen Ersatz­ unterricht aus Gewissensgründen. Ein Musterantrag für Ersatzunterricht, ein kritischer Fragenkatalog und viele Infos unter www.tdh.de/schule-ohne-militaer Foto: Michael Schulze von Glaßer terre des hommes die zeitung 2.Quartal 2011 Kinder im Visier 3f o r d e r u n g e n w a s k ö n n e n s i e t u n ? Was fordern terre des hommes und GEW? 1. Stopp jeder Art militärischer Werbung an Schulen und bei Minderjährigen! Alle Kooperationsabkommen zwischen Kultusministerien der Länder und der Bundeswehr sollen gekündigt werden. Denn militärische Werbung bei Minderjährigen widerspricht den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention 2. Stopp der Rekrutierung 17-jähriger Freiwilliger durch die Bundeswehr! Denn damit wird die 18-Jahresgrenze der UN-Kinderrechtskonvention und ihrer Zusatzprotokolle unterlaufen, nach der alle unter 18-Jährigen Kinder sind und als solche besondere Schutzrechte haben. Die Bundesregierung wurde schon mehrfach vom UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes aufgefordert, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre zu erhöhen. 3. Friedenserziehung verbindlich in den Lehrplänen und der Lehrerfortbildung verankern! Dies fordert auch der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes ausdrücklich von Deutschland. Die Verpflichtung dazu folgt aus Art. 29 der Kinderrechtskonvention. In Kolumbien, wo ein jahrzehnte­ langer bewaffneter Konflikt zwischen Regierung, Guerilla und Paramilitärs herrscht, ist der Alltag oft von Ge­ walt geprägt. Die Stadt Popayán im Süden Kolumbiens leidet an einer besonders hohen Gewalt­ und Kri­ minalitätsrate unter Jugendlichen. Es gibt viele Jugendbanden, denen sich Mädchen und Jungen anschlie­ ßen. Militär und Polizei haben eine immense Präsenz und beeinflussen Kinder in ihrer Wahrnehmung, wie sich Konflikte lösen lassen. Der terre des hommes­Projektpartner »CCJP« versucht, diesen Kreislauf zu durchbrechen. In einem Armen­ viertel am Stadtrand wurde mit der »Casa de la Juventud«, dem »Haus Zentrum. Die Institution ist zu einer sichtbaren gewaltlosen Alternative im Stadtteil geworden. Nachbar­ schaftsräte und andere Organisa­ tionen aus dem Viertel arbeiten mit CCJP zusammen und haben begon­ nen, eigene Aktionen zum Thema Konfliktprävention durchzuführen. Seit mehr als 40 Jahren setzt sich das Kinderhilfswerk terre des hommes weltweit für Kinder in Not ein. In vielen Projekten ist die Friedensarbeit einer der Schwer­ punkte. Gefördert wird eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosig­ keit – eine Grundvoraussetzung für den Schutz und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Athanasios Melissis Friedliche Auswege Friedenserziehung in der Projektarbeit von terre des hommes – Beispiel Kolumbien der Jugend«, ein Ort gegründet, der täglich Kindern offensteht und an dem sie gemeinsam lernen, Konflikte gewaltfrei auszutragen. Mehrmals die Woche finden Workshops statt, in denen Mädchen und Jungen mit Hilfe von Rollenspielen einen verantwortungsvollen Umgang mit­ einander lernen. Dabei bauen die Kinder und Jugendlichen Vertrauen auf, das sie in ihrem sozialen Umfeld oft nicht erfahren. Sie lernen ihre Rechte kennen, unternehmen ge­ meinsame Ausflüge und organisieren Kunst­ und Sportveranstaltungen, um den öffentlichen Raum wieder zu einem friedlichen Ort für alle zu machen. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche besuchen regelmäßig das »Für das Glück aller Kinder der Welt«: Kinder in Popayán beteiligen sich an der Aktion Rote Hand und setzen ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten terre des hommes Hilfe für Kinder in Not Unser Ziel ist eine »terre des hommes«, eine »Erde der Menschlichkeit«. Wir helfen Straßenkindern, verlassenen und arbeitenden Kindern, kümmern uns um die Opfer von Krieg und Gewalt und sorgen für die Ausbildung von Kindern. Wir unterstützen Jungen und Mädchen, deren Familien an Aids gestorben sind, setzen uns ein für die Bewahrung der biologischen und kulturellen Vielfalt und für den Schutz diskriminierter Bevölkerungsgruppen. terre des hommes Deutschland e.V. wurde 1967 von engagierten Bürgern gegründet, um schwer verletzten Kindern aus dem Vietnamkrieg zu helfen. Der Verein ist unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien und fördert in 31 Projektländern über 400 Projekte für notleidende Kinder. terre des hommes schickt keine Entwicklungshelfer, sondern unterstützt einheimische Initiativen. Unsere Projektpartner vor Ort bauen Schulen und Kinderschutzzentren und betreuen Kinder. Dabei richtet terre des hommes seine Arbeit konsequent an den Kinderrechten aus. In Deutschland engagieren sich Menschen in 146 Orten ehrenamtlich für Kinder. Machen auch Sie mit, Sie sind herzlich eingeladen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit! Spendenkonto 700 800 700, Volksbank Osnabrück eG, BLZ 265 900 25 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist das starke Team für über 260.000 Frauen und Männer, die in pädagogischen und wissenschaftlichen Berufen arbeiten: in Schulen, Kindertagesstätten, Hoch- schulen und Weiterbildungseinrichtungen. Auch Studierende sowie arbeitslose Pädagoginnen und Pädagogen sind gleichberechtigte Mitglieder in der GEW. Sie ist die Bildungsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Gemeinsam gestalten wir gute Arbeitsbedingungen, streiten für faire Entgelt- und unbefristete Arbeitsverträge, sichern Arbeitsplätze im Bildungsbereich und setzen uns für die professionellen Interessen der Mitglieder ein. Die GEW ist parteipolitisch unabhängig, aber nicht unparteiisch. Wir ergreifen Partei für die Beschäftigten sowie für die Entwicklung und den Ausbau eines demokratischen Bildungswesens. Als Bildungsgewerkschaft sind wir sowohl gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Mitglieder als auch eine starke bildungs- und tarifpolitische Stimme in der Bundesrepublik Deutschland. Buchtipp Schulze von Glaßer, M.: An der Heimatfront: Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung www.tdh.de/schule-ohne-militaer •weitere Infos und Links zum Thema •Musterantrag zur Befreiung vom Unterricht mit Bundeswehr •Kritischer Fragenkatalog an Soldaten •Brief an den Bundesverteidigungsminister von der GEW, terre des hommes, dem Darmstädter Signal (Kritische Soldaten), der Kindernothilfe, dem Deutschen Bündnis Kindersoldaten, dem Forum Menschenrechte und zahlreichen weiteren Organisationen. www.gew.de/bundeswehr.html www.darmstaedter-signal.de Verband Kritischer Bundeswehrsoldaten www.bundeswehr-monitoring.de Zahlen, Dokumente und aktuelle Nachrichten www.schulfrei-fuer-die-bundeswehr.de m a t e r i a l i e n u n d l i n k s Lehrer, Eltern und Schüler können viel bewegen 1. Die Schule entscheidet über Bundeswehrwerbung bei Kindern! Informieren Sie andere Schüler, Eltern und Lehrer, bringen Sie das Thema in der Schülervertretung, auf einem Elternabend, in einer Lehrer- oder Schulkonferenz zur Sprache und kontaktieren Sie die Schulleitung, damit die Schule generell auf einseitige Bundeswehrwerbung im Klassenzimmer verzichtet – denn die Entscheidung darüber liegt alleine bei der Schule, nicht beim Kultusministerium. 2. Unterrichtsbefreiung für Ihr Kind: Hinterlegen Sie vorsorglich beim Klassenlehrer Ihres Kindes eine kurze Erklärung, damit Ihr Kind vom Unterricht mit Beteiligung der Bundeswehr befreit wird bzw. Ersatzunterricht in einer anderen Klasse bekommt. Als Begründung reichen Gewissensgründe bzw. der Hinweis auf die gewaltfreie Erziehung Ihres Kindes aus – dies wurde beispielsweise von der bayerischen Landesschulbehörde bestätigt. Impressum Herausgeber: terre des hommes Hilfe für Kinder in Not Ruppenkampstraße 11a, 49 084 Osnabrück Spendenkonto: 700 800 700, Volksbank Osnabrück eG, BLZ 265 900 25 Spenden sind steuerlich absetzbar. Telefon: 05 41/71 01-0, Telefax: 05 41/70 72 33 eMail: info@tdh.de, Internet: www.tdh.de Redaktion: Wolf-Christian Ramm (verantwortlich), Athanasios Melissis, Ralf Willinger Redaktionsassistenz: Cornelia Dernbach terre des hommes ist Träger des Spendensiegels des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das DZI bescheinigt terre des hommes mit diesem Siegel eine transparente Mittelverwendung, eine sachliche und wahrhaftige Information und Werbung und angemessene Verwaltungsausgaben. Erscheinungsweise: 4 Mal jährlich Gestaltung, Satz: sec GmbH, Osnabrück Druck, Buchbinderei: Rieck, Delmenhorst Auflage: 12.000, gedruckt auf Recycling-Papier Verkaufspreis durch Spende abgegolten. Der Zeitung liegt ein Überweisungsträger bei. Die Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Organisation wieder. Foto: Simon Bösterling terre des hommes die zeitung 2.Quartal 2011 4

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